Die Marienhaus Stiftung wurde am 8. Oktober 2011 von der Kongregation der Waldbreitbacher Franziskanerinnen (FBMVA) gegründet, um als Gesellschafterin die Werke der Ordensgemeinschaft und damit das Erbe der Gründerin Mutter Rosa (18126-1906) in eine neue Zukunft zu führen.
Die Kongregation der Franziskanerinnen der allerseligsten Jungfrau Maria von den Engeln wurde am 13. März 1863 in der Kreuzkapelle an der Wied gegründet. Margaretha Flesch (Mutter Rosa) wurde an diesem Tag mit ihren beiden Gefährtinnen Maria Bonner und Gertrud Beißel eingekleidet. Dem vorausgegangen war ein jahrelanger Kampf und unermüdliches Bitten um Gründung einer Schwesterngemeinschaft. Immer wieder wurde von Seiten der kirchlichen Autoritäten davon abgeraten. Der damalige Ortspfarrer sah lange Zeit keine Notwendigkeit für die Gründung einer Gemeinschaft, da die Schwestern auch so caritative Dienste wie Alten- und Krankenpflege sowie die Betreuung von Waisenkindern übernehmen könnten.
Bereits im Jahre 1851 zog Margaretha Flesch mit ihrer an Epilepsie erkrankten Schwester Marianne in die Klause der Kreuzkapelle an der Wied, nahm dort Waisenkinder auf, organisierte Armenspeisungen und versorgte ambulant alte und kranke Menschen im Wiedtal. Im Mai 1861 begann der Bau des ersten Marienhauses auf dem Waldbreitbacher Klosterberg.
Nach Gründung der Kongregation im März 1863 erfolgte eine rasche Ausbreitung von Schwestern-Filialen auch in entfernten Regionen wie das damalige Saargebiet, die Naheregion, Eifel, Hunsrück und im Rheinland. Dort widmeten sich die Schwestern der ambulanten und stationären Kranken- und Altenpflege, der Betreuung von Kindern und Jugendlichen (damals sog. Bewahrschulen) sowie dem Betrieb von Nähschulen. Im Todesjahr von Margaretha Flesch 1906 umfasste die Gemeinschaft bereits 900 Schwestern in über 80 Filialen.
