Erstmals im Jahre 2003 wurde der Welttag der Suizidprävention von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der International Association für Suicide Prevention (IASP) ausgerufen. Er soll auf die weltweit hohe Zahl an Suiziden aufmerksam machen und auf Möglichkeiten der Verhinderung hinweisen. Jährlich am 10. September finden seitdem zahlreiche Veranstaltungen wie Fachsymposien, Gedenkgottesdienste und kreative Aktionen statt. Weltweit begehen ca. 800 000 Menschen pro Jahr einen Suizid, in Deutschland liegt die Anzahl bei ca. 10 000 pro Jahr. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der seit wenigen Jahren in Deutschland rechtlich straffreien Möglichkeit der Beihilfe zum Suizid, gewinnt die Suizidprävention eine neue Dimension und Bedeutung. Aufklärung, Betroffene unterstützen und zum Reden ermutigen, dieses Ziel setzt sich der Welttag der Suizidprävention.
In diesem Jahr lautet das Motto ""Changing the narrative - Geschichten von Hoffnung und Heilung", welches dazu anregen soll, das Stigma rund um den Suizid zu überwinden und den Blick mehr auf Hoffnung und Heilung auszurichten. Die Bedeutung der Suizidprävention soll damit verstärkt in den Fokus des Bewußteins der Menschen und der Öffentlichkeit gebracht werden. Die Marienhaus Stiftung unterstützt und hofft auf ein baldiges Suizidpräventionsgesetz, welches die Rahmenbedingungen für eine effektive Suizidprävention verbessern soll. Dazu gehören unter anderem die Gewährleistung von Beratung, Aufklärung und psychosoziale Unterstützungsstrukturen bundesweit. Der entsprechende Gesetzesentwurf befindet sich derzeit noch im parlamentarischen Verfahren in Berlin und wurde zuletzt im Bundesrat am 14. Februar 2025 beraten.

