Mutter Rosa wird am 24. Februar 1826 als Tochter eines Ölmüllers in Vallendar – Schönstatt geboren. Sie wird auf den Namen Margaretha getauft, die Familie zieht später in eine Ölmühle im Fockenbachtal bei Niederbreitbach. Im Alter von sechs Jahren verstirbt ihre Mutter, mit sechzehn Jahren verliert sie ihren Vater. Margaretha muss sich fortan um ihre fünf jüngeren Geschwister und die 2. Ehefrau ihres Vaters kümmern und deren Unterhalt sichern. Die Familie zählt zu den Armen der Gemeinde.
Sie arbeitet als Tagelöhnerin, unterrichtet Handarbeit in Schulen, sammelt zum Verkauf Heilkräuter und erkennt schon sehr früh ihre Berufung, sich in den Dienst der Armen und Kranken zu stellen. Sie lebt aus tiefem Gottvertrauen heraus und setzt sich mit Beharrlichkeit gegen zahlreiche Widerstände für eine Ordensgründung durch.
Im März 1863 erfolgt schließlich die Gründung der franziskanischen Schwesterngemeinschaft und Margaretha Flesch wird als Mutter Rosa die erste Generaloberin. Nach ihrem turnusmäßigen Rückzug als Generaloberin im Jahre 1878 wird Mutter Rosa gezielt von ihrer Nachfolgerin und dem damaligen Rektor an den Rand ihrer Gemeinschaft gedrängt und die Erinnerung an ihre Person und ihr Wirken wird versucht auszulöschen. Erst Jahrzehnte nach ihrem Tod 1906 beginnt eine Aufarbeitung und die Rehabilitation von Mutter Rosa innerhalb ihrer Gemeinschaft. Im Jahre 1957 wird im Bistum Trier das Seligsprechungsverfahren für Mutter Rosa eröffnet, welches mit der Seligsprechung im Trierer Dom am 4. Mai 2008 endete.


Eine Dauerausstellung zum Leben und Wirken der Seligen Mutter Rosa und ihrer Schwesterngemeinschaft kann täglich zwischen 10:00 – 18:00 Uhr im Haus St. Klara auf dem Waldbreitbacher Klosterberg besichtigt werden (Eingang über Klosterladen bzw. Restaurant Klosterbergterrassen). Der Eintritt ist frei.